Vom Traum ein Kinderbuch zu schreiben….

Ich liebe Geschichten. Schon immer. Sobald ich lesen konnte, war es um mich geschehen. Rotz und Wasser hab ich geheult, als „Bummi“ ihren Chefarzt in Band 8 geheiratet hat und die Buchreihe damals einfach aus war. „Als Hitler das rosa Kaninchen stahl“ hat wohl die Grundlage für mein Mitgefühl für verfolgte und bedrohte Menschen gelegt. Und ich wollte unbedingt in ein Internat, weil „Dolly“ und „Hanni und Nanni“ dort die tollsten Abenteuer erlebt haben. Meine Ikone allerdings ist und bleibt die große Kinderbuchautorin Christine Nöstlinger, die letztes Jahr verstarb. Ihre Bücher habe ich alle gelesen und auch zuhause. Ich würde sie niemals weggeben und ich hoffe meine Tochter wird die „Feuerrote Friederike“ den „Gurkenkönig “ und „Gretchen Sackmeier“ genauso lieben, wie ich (und nebenbei gesagt auch Wien, wo all diese wunderbaren Geschichten spielen).

In der Schule war Deutsch mein Lieblingsfach, ich leitete die Schülerzeitung, wollte Journalismus studieren. Hätte auch fast geklappt, aber die Dinge änderten sich und ich hab den Plan verwerfen müssen. Was aber gar nicht schlimm war, denn so hab ich einfach was „Ordentliches“ gelernt und erst später wieder zum Schreiben angefangen. Mittlerweile, über viele, viele Umwege mache ich das ja auch beruflich und spätestens seit Kind Nr. 2 vor 3 Jahren wusste ich: Es muss passieren! Ich will und muss und werde ein Buch schreiben. Egal wie. 

Mir war ja von vorherein klar, dass das mit einem Verlag ein Ding der Unmöglichkeit sein würde. Mal ehrlich: Die bekommen wöchentlich um die 50 Manuskripte eingereicht. Da werden die auf mein Meisterwerk wohl kaum warten. Also begann ich einfach für mich zu schreiben. Und schrieb und schrieb. Kleine Geschichten, die ich auch meiner Tochter erzähle. 

Die Idee zu Fritzi und Lulu ist nicht weit hergeholt: Wie hatten bis vor einem Jahr einen Hund, der mich 15 Jahre begleitet hat. Meine Traumvorstellung war immer, dass mein Kind mit einem Hund aufwächst und Abenteuer erlebt, raus geht, immer mit der feuchten Nase ihres besten Freundes an ihrer Seite. 

Nun ja. Hat nicht ganz geklappt, aber es gibt ein Foto, wo die Anneliese (das war der Hund) und Fanny (das Kind) unter unserem Walnussbaum im Garten sitzen, als ich unter Schweißausbrüchen die Schaukel montierte und als ich das sah dachte ich: “ Über die zwei und deren Abenteuer – Da schreib ich!“

Also fing ich an. Inhalt meiner Geschichten sollten Nachhaltigkeit, Umwelt und Klimaschutz sein, denn ich hatte selber verzweifelt nach Kinderbüchern ab 3 Jahren zu den Themen gesucht und nichts gefunden. Hm, dachte ich, dann muss ich das eben selber schreiben. Und so sind mittlerweile fünf Geschichten entstanden, die nun einen Platz in den Kinderzimmern, Kitas und Schulen unserer Republik suchen und die hoffentlich viele Kinder und Eltern schön finden.

Zum Glück habe ich die wunderbare Birgit Six getroffen. Mit ihr hab ich eine Freundin und Illustratorin gefunden, die genau weiß, wie die Bilder in meinem Kopf aussehen. Wir zwei haben das Ding gerockt und sind so mega stolz, dass wir jetzt eine Firma gegründet, ein Buch veröffentlicht, ein Baby bekommen (also sie, so ganz nebenbei🤦‍) und das Ganze auch noch selber vermarkten. 

Wir sind so gespannt, was noch auf uns zukommt. Bestimmt ist unsere Geschichte noch lange nicht zu Ende…. Sie fängt ja gerade erst an.

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Anneliese & Fanny

Dieser Beitrag hat 2 Kommentare

  1. Tolle Idee! Ich kann es kaum erwarten, das Buch vorzulesen! 😍

  2. Allein dieser Eintrag ist schon eine großartige Geschichte Claudia! Ich bin sehr gespannt Euer Werk zu sehen 🙂

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